Der Atem zwischen zwei Welten
Ich sitze in meiner Praxis einer Klientin gegenüber.
Wir sind gerade an einer empfindlichen Stelle ihrer Geschichte angekommen.
Mein Atem ist ruhig, mein Körper präsent.
Dann klingelt es. Vor der Tür steht mein Vater, um mein Kind abzuholen, damit ich weiterarbeiten kann. Mein Kind hört wohl die Haustürklingel nicht. Es braucht noch ein Vesper. Und die Sachen für den Nachmittag. Und eigentlich auch mich…?
Zwischen Praxisraum und Küche, zwischen innerer Tiefe und äußerer Organisation, zwischen Verantwortung und Beziehung wird mir in diesem Moment klar: Genau so fühlt sich dieses Jahr an.
Ein ständiges Wechseln zwischen Welten – und die Aufgabe, in mir selbst zentriert zu bleiben.
Heilpraxis & Coaching – wo Transformation sichtbar wurde
In meiner Praxis durfte ich auch in diesem Jahr wieder Menschen auf ihren tiefsten Wegen begleiten - Menschen, die an Schwellen in ihrem Lebens standen, die spürten, dass „weiter so“ nicht mehr möglich war.
Themen wie Beziehungskrisen, Trennung, Liebeskummer, Nervensystem-Überlastung, Ängste und Identitätsfragen. Und immer wieder der Körper, der so deutlich spricht, wenn Worte nicht mehr ausreichen.
Der Sichere Ort - ein Geschenk für dich
Dieses Jahr hat mich also gelehrt, wie bedeutend es ist, in uns selbst ein Zuhause zu finden. Deshalb habe ich „Der sichere Ort“ als therapeutische Übung so oft genutzt, und sie aufgenommen, um jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, Selbst-Halt und innere Geborgenheit zu erleben.
Mit diesem Audio kannst dich von meiner Stimme durch diese innere Reise begleiten lassen. Nimm dir dafür etwa 15 Minuten Zeit und – ganz in deinem eigenen Tempo. Vielleicht ist sie ein stiller Anker für dich in dieser Zeit.
Oder ein erster Schritt, um dir selbst wieder mehr Sicherheit von innen heraus zu schenken.
Workshops & Gemeinschaft – Räume des Erwachens
Erinnerst du dich noch an deinen ersten tiefen Atemzug nach einer Aufstellung? Für mich gehören diese Aufstellungs-Workshops zu den kraftvollsten Momenten des Jahres.
Jedes Mal, wenn Menschen bereit waren, unbewusste Muster sichtbar werden zu lassen, erschien ein neues Lichtmuster - ein Leuchten, das lange im Verborgenen lag.
Und dann waren da „Zusammen wachsen“ und „Zusammen leuchten“: zwei Frauengruppen, die so lebendig und einzigartig sind, dass ich jedes Mal selbst mit bewegt bin.
Einmal saßen wir in unserem Heilkreis zusammen, und jemand sagte mit leuchtenden Augen: "Hier erlebe ich Ahnenkraft in der Gegenwart". Und genau dafür sind diese Gruppenräume da: nicht, um immer schmerzlos zu bleiben, sondern um in Verbundenheit zu wandeln.
Für 2026 gibt es in beiden Gruppen zusammen leuchten (in Wannweil) und zusammen wachsen (online) noch freie Plätze.
Liebeskummer – Heilung beginnt im Herzen
Der Impuls zu meinem Artikel über naturheilkundliche Begleitung bei Liebeskummer entstand aus der Erfahrung, wie viele Menschen in Verlust- und Trennungssituationen leiden – und sich dabei oft allein fühlen.
Meine eigene Trennung liegt einige Jahre zurück. Die Zeit danach war ein emotionaler Prozess voller Loslassen und innerer Umbrüche.
Daraus ist auch der Wunsch entstanden, einen anderen Blick auf Kummer und Verlust zu eröffnen: nicht als Zustand, den man aushalten muss, sondern als Übergang, der begleitet werden kann und dabei hilft, sich selbst wieder neu zu spüren.
NovemberFlow – Inspiration auf Social Media
Nach einer längeren Social-Media-Pause entstand im Herbst etwas, das ich #NovemberFlow nenne:
Das Bild, mit dem ich in die Reihe eingestiegen bin: Frederick, die Maus, die Farben für den Winter sammelt – als Erinnerung daran, dass wir alle innere Vorräte brauchen. Wärme, Schönheit und kleine Momente des Leuchtens, die uns nähren, wenn es einmal dunkel wird.
Entstanden ist eine kleine Serie von Impulsen, die uns durch die dunkleren Wochen begleitet hat. Mit Mut zur inneren Stille, den Umgang mit dem inneren Kritiker, den echten Flow im Leben und die Frage, warum Heilung manchmal erst schlimmer erscheint, bevor sie uns leicht macht.
Neue Wege: WATSU – Heilung im und mit dem Wasser
Dieses Jahr habe ich eine Weiterbildung in WATSU gemacht. Das ist eine körpertherapeutische Wasserarbeit, die du mir im neuen Jahr auch erleben kannst.
Und hier kommt eine kleine, ziemlich ehrliche Geschichte:
Im Wasser lasse ich mich tragen. Ich spüre, wie mein Körper zur Ruhe kommt, wie mein Nervensystem ausatmet. Ich dachte: "Ja, ich bin entspannt. Alles ist gut. Wasser ist mein Freund!"
Doch dann – ein altes Muster poppt auf: "Sei so, dass es sich für den anderen gut anfühlt."
Und plötzlich fühlt es sich an, als würde an mir gezerrt. Nicht real im Wasser (denn WATSU-Practitioner sind gut ausgebildet 😊), aber in meinem Inneren. Da war sie wieder: die alte Angst, nicht richtig oder "zu irgendwas..." zu sein – anstatt einfach zu sein.
Wasser verstärkt unsere Gefühle und es lehrte mich in diesem Moment: Heilung bedeutet nicht nur Entspannung. Sondern das mutige Dasein mit dem, was sich zeigt. Und manchmal heißt mutig: sich weiter tragen zu lassen und in sich hinein zu sinken – auch wenn alte Stimmen flüstern wollen.
Neue Fotos und Website
Ein Herzensprojekt war in diesem Jahr auch meine neue Website. Gemeinsam mit neuen Fotos und einem etwas neuen Design möchte ich hier Tiefe, Weite und Wärme zeigen: Werte, die mir in meiner Begleitung so wichtig sind.
Mein Name, mein Raum: Strumpf, Kittelberger und das Schild im Praxisraum
Und dann war da noch dieser Moment: Ende des Jahres habe ich wieder meinen alten Namen angenommen – Kittelberger. Nach zehn Jahren „Strumpf“. Das war nicht nur ein formaler Akt. Es war eine Entscheidung und ein Stück Zu-mir-Zurückkommen.
Doch nun steht drinnen vor meinem Praxisraum noch dieses kleine Schild „Strumpf-Raum“ – denn man ist in diesem Raum meist strumpfig: barfuß, echt, ungeschützt, warm.
Die Frage, die ich manchmal lächelnd höre: „Soll das Schild weg?“
Ich glaube, ich lasse es noch ein Weilchen – als Erinnerung, dass wir Heilung auch zulassen können im Zwischenraum zwischen dem, wer wir waren, und dem, wer wir gerade sind.
Reise in den Kongo - Begegnungen, die prägen
Ein tief bewegendes Erlebnis war die Reise nach Kinshasa im Rahmen des Projekts „Hilfe für Menschen im Kongo“.
20 Millionen Menschen leben hier, in einer Stadt ohne Müllabfuhr, ohne öffentlichen Nahverkehr – ein Chaos, das mich zuerst überwältigt hat. Überall Dreck, Lärm und ein scheinbares Durcheinander.
Und trotzdem: die Menschen leben hier, arbeiten, lachen, kümmern sich umeinander. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Improvisation und Kreativität in diesem Alltag steckt: provisorische Marktstände, Wege, die aus scheinbar nichts entstehen, Lösungen für Probleme, die hier niemand offiziell löst. Ich habe versucht zu verstehen, wie das möglich ist – und habe es nicht vollständig ergründet. Vielleicht liegt die Antwort in Bildung, vielleicht in Gemeinschaft, vielleicht einfach in einer unglaublichen Lebenskraft?
Diese Reise hat mir gezeigt: es gibt immer Kreise von Fürsorge, Kraft und Möglichkeiten – auch unter Bedingungen, die wir als chaotisch empfinden. Ein Moment, der mich innehalten, staunen und immer wieder fragen lässt: Was zählt wirklich?
Dankbarkeit - lebendig, verwoben, echt
Ich bin dankbar für Euch - und all die Menschen, die mir dieses Jahr in meiner Praxisarbeit und Begleitung ihr Vertrauen geschenkt haben. Dankbar für die Tiefe meiner Arbeit. Für tragende und blühende Beziehungen - mit Kind, Partner, Freund*innen und Familie. Dankbar für meine eigene Kraft, die mich durch dieses herausfordernde Jahr getragen hat.
Dankbar für das, was größer ist als ich und mich umgibt, beschützt und begleitet.
Ausblick 2026 - Verbinden, Vertiefen, Verwandeln
Für das kommende Jahr entsteht in mir der Wunsch, meine Arbeit noch ganzheitlicher zu verbinden und zu verweben:
- Aufstellungsarbeit kombiniert mit Human Design und den Gene Keys
- Wasserarbeit & therapeutische Begleitung im Element Wasser
- Starke Gruppenräume für Heilung in der Gemeinschaft und für bewusste Transformation
Dazu kommen konkrete Themenabende, die ihr euch gewünscht habt und die sich bereits in Planung befinden:
- Homöopathie für Kinder
- Naturheilkundliche Begleitung in den Wechseljahren
- Trauer und Kummer naturheilkundlich begleiten
Ich freue mich darauf, Menschen auch 2026 begleiten zu dürfen – in ihrer Tiefe, in ihrer Verletzlichkeit und in ihrem Mut, dem eigenen Herzen zu folgen.
In Verbundenheit,
Katrin
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